SodaStream zu neuen Plastik-Plänen der EU: Größtes Problem „PET-Flaschen“ wird kaum bekämpft

• Verbot von Trinkhalmen, Besteck & Co. kann erst der Anfang sein
• Diktat der Getränkelobby muss endlich durchbrochen werden
• Besteuerung und schrittweiser Plastikflaschen-Ausstieg wären sinnvoll

(Brüssel/Frankfurt am Main, 28. Mai 2018) Reförmchen statt Reform: Der weltweit größte Wassersprudlerhersteller SodaStream mit Deutschlandsitz in Frankfurt am Main sieht die aktuellen Pläne zur Plastikvermeidung, die die EU-Kommission jetzt in Brüssel vorgestellt hat, kritisch. Ferdinand Barckhahn, General Manager SodaStream D-A-CH: „Die Idee, unsere Meere durch das Verbot von Trinkhalmen, Wegwerfbesteck, Plastiktellern oder Wattestäbchen zu schützen, ist grundsätzlich richtig – greift aber viel zu kurz, wenn PET-Flaschen nicht ebenfalls verboten, sondern lediglich ,getrennt gesammelt’ werden sollen. Hier zeigt sich, dass die Politik der übermächtigen Getränkelobby weiter aus der Hand frisst. Wir fordern deshalb mindestens eine Besteuerung und anschließend einen schrittweisen Komplettausstieg bis 2025 und werden mit unserer Kampagne ,Goodbye Plastic Bottles’ weiter gegen unnötige Plastikflaschen kämpfen.“

Laut den aktuellen Plänen sollen Einweg-Plastikgeschirr, -besteck, Strohhalme, Wattestäbchen aus Plastik und Plastikhalterungen von Luftballons verboten werden – andere Produkte wie Plastikverpackungen von Nahrungsmitteln sollen eingeschränkt werden, Plastikflaschen recyclingfähig werden. Im nächsten Schritt müssen die Mehrzahl der Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament zustimmen.

Problem nur teilweise gelöst
140 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben aktuell in den Weltmeeren – und 85 Prozent des Mülls an europäischen Stränden sind laut EU-Plastikmüll, die Hälfte davon Wegwerfprodukte, die lediglich einmal gebraucht werden. Ferdinand Barckhahn: „Wenn man die Bilder von den Verschmutzungen in den Meeren sieht und den Anteil, den Flaschen davon einnehmen, fragt man sich ernsthaft, warum die Hersteller von Getränkeverpackungen von dem Verbot verschont bleiben, während Plastikhalterungen von Luftballons unbedingt vom Markt verschwinden müssen. Nur weil PET-Flaschen im Idealfall wieder eingesammelt werden, ändert es nichts daran, was sie sind: vermeidbarer Müll, der Unmengen an Ressourcen verbraucht. Denn unser PET-Flaschensystem ist alles, nur kein geschlossener Kreislauf.“ Allein durch PET-Flaschen mit Verschlüssen entstehen in Deutschland laut Nabu jährlich 450.000 Tonnen Kunststoffabfälle.

Goodbye Plastic Bottles
Erst letztes Jahr hatte SodaStream gemeinsam mit Umweltbotschafter Hannes Jaenicke die Kampagne „Goodbye Plastic Bottles“ gestartet und unter anderem per Petition auf change.org zum Kampf gegen Plastikflaschen aufgerufen. Aktuell haben die Petition bereits über 130.000 unterzeichnet. Anfang Mai übergab Hannes Jaenicke Deutschlands neuer Umweltministerin Svenja Schulze die Petition bei deren Antrittsbesuch im Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn und bat die Spitzenpolitikerin, sich für die Ziele der Kampagne einzusetzen.

Jetzt bei der Petition mitmachen!

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter www.goodbyeplasticbottles.com.

Über SodaStream
SodaStream® ist eine Marke der SodaStream GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie gehört zur internationalen SodaStream Gruppe. 1994 brachte das Unternehmen den ersten Trinkwassersprudler in Deutschland auf den Markt. Außer im heimischen Markt vertreibt der NASDAQ-notierte Weltmarktführer seine Produkte in 46 weiteren Ländern. Weltweit sprudeln bereits mehr als acht Millionen Haushalte ihre Getränke mit SodaStream selbst. Jährlich werden mit SodaStream 1,5 Milliarden Liter Trinkwasser zu Hause aufgesprudelt. Dank moderner Wassersprudler mit spülmaschinenfesten Glaskaraffen und vielfältigen Innovationen im Getränkebereich ist SodaStream seit Jahren Marktführer auf seinem Gebiet. Die Produkte wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem durch Stiftung Warentest und Öko-Test. Weitere Informationen stehen unter www.sodastream.de und www.facebook.com/SodaStreamDeutschland zur Verfügung.

Zum Artikel

Bildmaterial

Ansprechpartner